
Die Einrichtung des Wohnraums kann sehr unterschiedlichen Stilen folgen. Immer mehr Menschen gehen dazu über, unterschiedliche Stile miteinander zu kombinieren und sich nach den Gestaltungsformen anderer Kulturen zu richten. Besonders gut kombinierbar mit einer modernen Einrichtung scheinen dabei die japanischen Vorstellungen von einer gelungenen Inneneinrichtung zu sein, da diesen ebenfalls sehr nüchtern und klar sind. Wer sich für die japanische Kultur und ihre ästhetischen Ideen interessiert, der kann bereits mit einfachen Mitteln dafür sorgen, dass die eigene Wohnung im japanischen Stil eingerichtet wird. Dabei gilt es eine Reihe von Stilmitteln zu unterscheiden, die solche Bereiche wie den Teppichboden, die Lampenschirme oder die Trennwände betreffen, die bei der japanischen Raumgestaltung häufig eingesetzt werden. So werden zum Beispiel im klassischen japanischen Wohnraum Tatami-Matten eingesetzt, die ungefähr 1,55 und 1,91 Meter groß sind.
Diese Matten weisen einen Reisstrohkern auf, auf dem eine Binsenmatte ausgelegt wird. Die Tatami in einem Raum haben eine bestimmte Anordnung, die sich aus einer langen Tradition heraus ergeben hat. Je nach Größe des Raums können dabei drei bis acht dieser Matten nebeneinandergelegt werden und ersetzen das, was in der westlichen Welt durch einen Fußboden erreicht wird. Der Einsatz von Tatami-Matten ist eine einfache Möglichkeit, einen Raum nach japanischem Muster einzurichten. Hierbei muss jedoch gesagt werden, dass die modernen Tatami-Matten auch in Japan mittlerweile mit einem Schaumkern versehen sind und damit längst nicht mehr den traditionellen Ideen entsprechen. Klassische Tatami-Matten werden etwa bei Japanwelt bei einer Größte von 90 mal 90 Zentimetern zu einem Preis von 65 Euro angeboten (Stand: November 2011). Diese Matten verfügen über einen traditionellen, hochverdichteten Reisstrohkern.
Eine andere Möglichkeit der japanischen Raumgestaltung besteht darin, dass Schiebetüren eingesetzt werden, die auch als Shoji bezeichnet werden. Diese Raumteiler können seitlich verschiebbar sein, sie können dazu benutzt werden, einen begehbaren Schrank einzurichten und sie lassen sich auch hängend anbringen. In der japanischen Innenarchitektur werden sie vor allem dafür eingesetzt, Fensteröffnungen zu verdecken oder vor Flurwände mit Öffnungen geschoben zu werden. Ein Shoji ist eine sinnvolle Möglichkeit, Räume zu unterteilen, ohne dass die Trennwände einen Raum klein wirken lassen würden. Die Kosten für eine solche Trennwand hängen neben der Größe auch erheblich von der Verarbeitungsqualität ab. So werden Shoji mit einer Größe von 2747 mal 2371 Millimetern zu einem Preis ab etwa 2.000 Euro angeboten (Stand: November 2011). Die Bespannung der Wände mit Paper kann dabei auch von dem Kunden selbst vorgenommen werden, da die Türen im endgültigen Zustand nur schwer zu transportieren sind.

