Die Unterschiede zwischen den einzelnen Stromanbietern können unter günstigen Umständen bis zu 20% betragen. Bei etwa tausend Anbietern, die mit ungefähr 9.000 Stromtarifen aufwarten können, ist ein Vergleich und etwaiger Wechsel durchaus im Bereich des Machbaren. Zudem sind die örtlichen Stromanbieter meistens nicht die günstigsten, da die Grundversorgungstarife und monatlichen Grundpreise oftmals enorm von denen der günstigeren Labels abweichen.
Im Internet kann man sehr einfach einen Strom Preisvergleich online durchführen: Hier müssen lediglich der jährliche Stromverbrauch und die Postleitzahl eingegeben werden. Der Stromverbrauch steht immer auf der letzten Jahresrechnung und auch der Preis, der akut pro Kilowatt gezahlt wird. Dann ist es möglich, die unterschiedlichen Stromanbieter online zu vergleichen. Es wird jeweils die Ersparnis zum aktuellen Lieferanten aufgezeigt, der Kilowattpreis und die monatliche Vorauszahlung.
Aber Vorsicht: Im Dezember 2011 konnte man lesen, dass Strom und Gas im Schnitt 4,5% teurer werden. Abzuraten ist vor allem von Anbietern, die sogenannte Strompakete anbieten. Denn hier wird eine Jahresvorauszahlung gefordert, die zudem noch saftige Rabatte anbietet. Im Interesse des Verbrauchers haben die Medien darauf hingewiesen, dass solche Anbieter nicht zu den Favoriten der Verbraucherzentralen gehören. Denn wenn ein Stromkonzern Insolvenz anmelden muss, dann sind diese Vorauszahlungen leider nicht mehr verfügbar. Da die Versorgung mit elektrischer Energie gesetzlich verankert ist, wird in einem solchen Insolvenzfall ein anderer Anbieter einspringen, der aber bezahlt werden muss. Wählt der Verbraucher die Variante der monatlichen Abschlagszahlung, dann ist im schlimmsten Fall nur eine monatliche Rate verloren.
Am günstigsten sind die Stromanbieter, die ohne monatlichen Grundpreis nur den Strom berechnen, der tatsächlich verbraucht wird. Wenn keine Energie fließt, dann kostet es auch nichts. Da muss schon ein wenig genauer hingeschaut und verglichen werden. Auch Lockangebote mit Prämien nach Jahresablauf sollten genau untersucht werden. Manches Mal wird der Kilowattpreis danach deutlich teurer und wer sich für 24 Monate verpflichtet hat, zahlt im Endeffekt einen höheren Preis als gedacht.
Der Kampf um die Verbraucher treibt die Anbieter dazu, günstigere Tarife anzubieten. Wenn die Verbraucher die teueren Konzerne abwählen, kann langfristig eine Senkung des Preises erreicht werden. Nur, wer sich ausreichend über Strompreise informiert, zahlt nicht unnötig drauf.

